Beiträge im Amtsblatt Leinfelden-Echterdingen

  • Ausgabe: 25.05.2020 Nummer: 22

    Ich wünsche mir, dass wir in der Krise eine Chance für ein besseres Morgen sehen.

    Ich wünsche mir, dass wir gemerkt haben, dass Kreativität mehr Freiheit birgt, als ein Restaurantbesuch.

    Ich wünsche mir, dass endlich erkannt wird, dass jeder Beruf seinen Platz in unserem System hat und nicht unbedingt nur Manager das Rad am Laufen halten.

    Ich wünsche mir, dass wir begriffen haben, das Rücksichtnahme nicht nur für die Anderen gilt.

    Ich wünsche mir, dass wir wieder mehr gelernt haben selbst zu denken und somit den Unkenrufen keine Chance einzuräumen.

    Ich wünsche mir, dass die Regierungen der Welt zukünftig genauso vehement gegen die jährlich 3 Millionen Alkoholtoten vorgehen, wie gegen das Virus.

    Ich wünsche mir, dass Eltern und Kinder gelernt haben, wie wichtig es ist Zeit miteinander – und nicht nebeneinander - zu verbringen.

    Ich wünsche mir, dass wir das Aufatmen der Natur bewusst wahrgenommen haben.

    Ich wünsche mir, dass wir gefühlt haben, dass Gemeinschaft eine Grundlage unserer Gesellschaft ist – aber auch Verantwortung bedeutet.

    Ich wünsche mir, dass Chefs begriffen haben, dass Flexibilität zur heutigen Arbeitswelt gehört.

    Ich wünsche mir, dass wir erkannt haben, dass Konsum nicht das Wichtigste im Leben ist.

    Ich wünsche mir, dass wir erfahren durften, dass ein Lächeln nicht ansteckend ist und viel öfter verschenkt werden sollte.

    Ich wünsche mir, dass die gezeigte Solidarität uns alle berührt hat.

    Ich wünsche mir, dass die Erfahrung uns weiser macht – nicht egoistischer.

    Ich wünsche mir, dass Geduld eine Selbstverständlichkeit wird – und Dankbarkeit!

    Ich wünsche mir, dass wir die Erkenntnis zu schätzen wissen, sich selbst in Ruhe abseits des Alltags zu begegnen.

    Wir reden darüber.

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