Beiträge im Amtsblatt Leinfelden-Echterdingen

  • Ausgabe: 25.05.2018 Nummer: 21

     

    Ausweg.

    Wer im Kreislauf der Sucht gefangen ist, sieht meist keinen Ausweg mehr. Es geht nicht voran, weder vorwärts noch rückwärts. Die wenigen Gedanken, die sich nicht um das Suchtmittel drehen, bewegen sich zwischen Schuld und Scham. Und es bleibt Leere und Schweigen. Doch irgendwann möchte man reden. Aber was, wenn dann keiner da ist mit dem man reden kann – oder möchte. Mit der besten Freundin hat man sich gestritten, der Partner geht eigene Wege, die Eltern sind irgendwie nicht die Richtigen. Auch fehlt der Mut, sich einem klärenden Gespräch zu stellen. Dann ist ein Besuch in der Selbsthilfegruppe ein guter (Aus)Weg. Es braucht Menschen, die zuhören, ohne zu verurteilen; die wissen, ohne sich erklären zu müssen. Reden ohne Zensur, über das eigene Leben. Oft gelingt es im Gespräch den Kummer zu fassen zu kriegen und Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. Und auf einmal bricht das Eis und nach langer Zeit kann man endlich wieder offen sein, verstanden werden und Hilfe und Trost annehmen. Und dass getröstet werden bedeutet, dass einem das Herz weich wird und man nicht mehr so stur ist und anfangen kann von dem zu reden, was einem Kummer macht.

    Es ist wichtig Menschen zu haben, die Mut machen auszusteigen aus der Sucht und einzusteigen in ein abstinentes und freies Leben.

    Und manchmal sagen dann die »Neuen« am Ende des Gesprächsabends: Ich hatte mich da völlig verrannt und den Weg nicht mehr gesehen!

    Darum auch von mir immer wieder: Danke fürs Da-Sein. (wb)

    Wir, Betroffene und Angehörige, sind da, hören zu. Wir treffen uns jeden Montag, 19.30 Uhr, Treff Impuls. Besuchen Sie unsere Webseite www.freundeskreis-sucht-le.de

     

    Freundeskreis Leinfelden-Echterdingen Selbsthilfegruppe für Suchtkranke Verantwortlich: Wolfgang Schaller, Tel.: 7826984

    Amtsblatt Leinfelden-Echterdingen | Nr. 21 | Freitag, 25. Mai 2018

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